Das Berliner Ensemble für Alte Musik LA GIOIA wurde 1993 in der Besetzung Blockflöte, Barockfagott und Cembalo gegründet. Es zieht für größere Projekte weitere Bläser, Streicher und Sänger hinzu. Dadurch ergibt sich ein Repertoire, das Werke von der Triobesetzung bis zum Barockorchester umfaßt. Schwerpunkt der Ensemblearbeit ist die Instrumental- und Vokalmusik des 16.-18. Jahrhunderts.
Neben vielfältiger Konzerttätigkeit nahm das Ensemble LA GIOIA erfolgreich an Wettbewerben teil und wirkte bei CD- und Rundfunkaufnahmen mit.


Frauke Rauterberg studierte bereits als Schülerin Blockflöte bei Prof. Ferdinand Conrad in Hannover und anschließend an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Christoph Huntgeburth. Dort erhielt sie ihr Blockflötenexamen mit dem Prädikat "Auszeichnung". Sie vollendete ihre solistische Ausbildung von 1990-95 bei Walter van Hauwe in Amsterdam und ergänzte sie in Meisterkursen u.a. bei Frans Brüggen, Kees Boeke, Han Tol und Pedro Memelsdorff. Zeitgleich absolvierte sie ein Musikwissenschaftsstudium an der Freien Universität Berlin. Ihre Traversflötenausbildung erhielt sie u.a. bei Prof. Christoph Huntgeburth und in Meisterkursen bei Prof. Dr. Linde Brunmayr-Tutz und Barthold Kuijken. Eine umfangreiche Konzerttätigkeit als Solistin und mit verschiedenen Ensembles der Alten Musik führte sie durch Deutschland und Europa. In zahlreichen Solo- und Kammermusikabenden zeigt sich auch ihre intensive Beschäftigung mit der Neuen Musik.
Sie nahm erfolgreich an Wettbewerben teil und wirkte bei CD- und Rundfunkaufnahmen mit.
Lehrtätigkeit im Fach Blockflöte und Kammermusik sowie Vorträge und Workshops an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik Köln gehören zu ihrer Arbeit als Dozentin.
Adrian Rovatkay erhielt seine Fagottausbildung bei Thomas Held in Hannover. Von 1988 bis 1996 studierte er Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig.
Als Fagottist spezialisierte er sich auf historische Instrumente mit führenden Ensembles der Alten Musik, wie The Harp Consort, Cantus Cölln, Nova Stravaganza, Orchester des 18. Jahrhunderts, Musica Antiqua Köln.
Er lebt als Maler und Musiker in Berlin.
Beni Araki begann ihre Ausbildung als Cembalistin an der "Toho Gakuen" in Tokio. Danach setzte sie ihre Studien bei Jos van Immerseel am Königlichen Conservatorium in Antwerpen fort und absolvierte Meisterkurse bei Gustav Leonhardt und Luigi F. Tagliavini. Schon während ihres Studiums galt ihr Interesse auch abgelegeneren Bereichen des Cembalorepertoires wie der Musik frühbarocker Meister.
1992 schloß sie ihr Studium mit dem Prädikat "Auszeichnung" ab. Seitdem entfaltet sie eine umfangreiche Konzerttätigkeit, die von Soloauftritten über vielfältige kammermusikalische Projekte bis hin zur Mitwirkung in Opern und Oratorien reicht und die sie in nahezu alle Länder Europas und nach Japan führte.
Außerdem ist sie Dozentin an der Hochschule der Künste in Berlin.
Sabine Erdmann erhielt ihren ersten Cembalounterricht mit 11 Jahren bei Beata Seemann in München. Von 1988-1993 studierte sie Cembalo an der Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim bei Prof. Egino Klepper, danach an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Mitzi Meyerson, wo sie sich auch intensiv mit dem Generalbaßspiel beschäftigte. 1998 folgte das Konzertexamen bei Prof. Egino Klepper. Sie besuchte Meisterkurse bei Huguette Dreyfus, Robert Hill und Jesper Christensen.
Sie ist Mitglied verschiedener Orchester und Kammermusikensembles. Konzertreisen mit Orchester führten sie u.a. zum Internationalen Oleg Kagan Musikfest in Wildbach Kreuth (Tergernsee) und zum Musikfestival nach Auray (Bretagne). Neben Lehrtätigkeit und Cembalokorepetition wirkte sie bei Rundfunk- und CD-Aufnahmen mit.
Stephanie Petitlaurent erhielt Gesangsunterricht bei Christa-Sylvia Gröschke in Berlin und bei Prof. Karl-Heinz Jarius in Frankfurt. 1990 gewann sie den 1. Preis im Landeswettbewerb Berlin im Bundeswettbewerb Gesang des VDMK.
Seit August 1991 ist sie festes Mitglied im RIAS-Kammerchor Berlin. Neben vielen solistischen Tätigkeiten auch im RIAS-Kammerchor sang sie mit verschiedenen Orchestern, wie der Thüringen Philharmonie Suhl, dem Berliner Symphonie Orchester BSO und der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Uwe Gronostay, Thomas Hengelbrock und Marcus Creed. Außerhalb Berlins arbeitete sie mit der Bremer Kammerphilharmonie und dem Freiburger Barockorchester zusammen.
Ihre Vorliebe zum Liedgesang brachte sie zu Liederabenden mit den Pianisten Philip Mayers und Phillip Moll. Ihr Repertoire reicht vom Barock über Klassik und Romantik bis hin in die Moderne.
1995 kam ihre erste CD "Vanitas vanitatum - Rome 1650" mit dem Ensemble Tragicomedia (Stephanie Möller) heraus. 1996 erschien bei Harmonia mundi France eine CD, auf der sie in F. Poulencs Messe G-Dur das Sopransolo singt.
Martin Backhaus arbeitet freischaffend im Oratorien- und Konzertfach. Schwerpunkt sind die Baß-Partien der großen Oratorien (Matthäus- und Johannespassion, Weihnachtsoratorium, h-moll Messe, Messias, Schöpfung, Mozart-Requiem usw.).
Durch Engagements bei Dirigenten wie Jordi Savall, Hermann Max und Phillip Herreweghe sowie in Meisterkursen bei Harry van der Kamp erhielt er spezielle Kenntnisse in der Aufführungspraxis "Alter Musik". Er gewann den 2. Preis im Concorso Polifonico Guido d'Arezzo und erhielt 1997 (im Schubert-Jahr) eine Einladung zum Schubert-Festival der Stadt Nantes. In zahlreichen Liederabenden zeigt sich seine intensive Beschäftigung auch mit diesem Genre. Mit der Pianistin Vida Kalojanova und mit Prof. Hans-Jürgen Schnoor (Hammerklavier) erarbeitete er Programme hauptsächlich mit Liedern von Schubert, Brahms und Mahler.